Nun ist die Welt schon soweit, dass die zwei
vernünftigsten Staaten der Welt Russland und China sind. Zumindest
machten sie von ihrem Vetorecht im UN-Sicherheitsrat Gebrauch und
verhindern damit eine militärische Intervention in Syrien.
US-Aussenministerin Hillary Clinton ist ebenso enttäuscht wie die
gesamte Tagespresse, dass sie nicht wie bereits mit Libyen einen
souveränen Staat angreifen dürfen. 
Täglich liest man
über die blutigen Auseinandersetzungen in Syrien. Die wahren Auslöser
sind immer noch mysteriös und sämtliche Meldungen aus Syrien
zweifelhaft. Trotzdem gibt es anscheinend keinen Zweifel der westlichen
Länder darüber, ein ähnliches Massaker wie in Libyen anzurichten – von
denen man übrigens bis heute nichts in den Medien liest. Die USA und
viele andere westlichen Staaten, darunter auch Deutschland, haben mit
einer Forderung einer militärischen Invasion in Syrien wieder einmal
einem souveränen Staat den Krieg erklären wollen. Auch wenn es offiziell
als humanitärer Einsatz formuliert ist - mit Humanität haben die
militärischen Einsätze der Alliierten seit Jahrzehnten nichts mehr zu
tun.
China und Russland wehren sich gegen einen Krieg in Syrien und haben
von ihrem Vetorecht im UN-Sicherheitsrat Gebrauch gemacht. Zum Glück.
Hillary Clinton ist aber so enttäuscht, dass sie anlässlich der
NATO-Sicherheitskonferenz drohte, auch ohne UNO-Segen in Syrien
einzumarschieren. Die Medien schlagen sich dabei auf die Seite Clintons
und lassen die Leser glauben, man lasse die syrische Bevölkerung im
Stich. Doch dem ist nicht so, im Gegenteil. Wieder mal sind die
Kriegsgründe andere und zeigen sich, wenn man die Weltkarte anschaut.
http://www.seite3.ch/Die+mediale+Enttaeuschung+ueber+keinen+Krieg+/528237/detail.html